Wer fertigt unsere Schuhe an?
Sustainability

12 Juli 2019

Wer fertigt unsere Schuhe an?

Wer fertigt unsere Schuhe an?

Wir von NAE stehen für Transparenz bei der Produktion unserer Produkte. Woher kommen die Materialien, wer stellt sie her und wie werden sie in den Fabriken weiter verarbeitet? All diese Schritte sind wichtig, ebenso die beteiligten Menschen und deren Leben.


In der "Fast Fashion" wird der Preis leider von Arbeitnehmern gezahlt, die Ihre Menschenrechte nicht kennen, von Kindern- ohne Kindheit und von der zerstörten Umwelt, die früher voller Leben war, um die Gewinne zu maximieren und die Einzelhandelspreise so niedrig wie möglich zu halten.


Damit Einige mit diesem Überschuss leben können, bekommen Andere fast nichts. Dieses System ist nicht nur für die Menschen und Tiere, sondern auch für den Planeten, der unser Zuhause ist, untragbar. Es ist von großer Bedeutung, diesen Kreislauf zu durchbrechen.



Wie?


Durch die bewusste Wahl von "Slow Fashion". Die Preise mögen für den Verbraucher im Vergleich höher sein, jedoch spricht die Qualität für sich. Die Idee dahinter ist, dass das verkaufte Produkt so lange wie möglich verwendet werden kann und auf ethische sowie umweltfreundliche Weise hergestellt wird.


Dies sind die Ideale, denen wir folgen. Deshalb nehmen wir Sie heute mit zu einer der Firmen mit denen wir bereits seit langer Zeit  zusammenarbeiten. Trofal war eines der ersten Unternehmen, die die Herausforderung angenommen hat, nachhaltig mit veganen Materialien zu arbeiten, bevor es zu einem Trend wurde.


Das Familienunternehmen Trofal hat die Krise überstanden, indem es nachhaltigen Produktionsmodellen folgt.


Herr Luís Couto öffnet die Türen seiner Fabrik, die im Jahr 1903 von seinem Großvater gegründet wurde. In dieser Zeit wurden die Schuhe von Hand gefertigt und ihr Fokus lag auf typisch südportugiesischen Stiefeln, stark und widerstandsfähig. Im Alter von 18 Jahren verwandelte er zusammen mit seinem Vater dieses kleine Unternehmen in eine Firma. Leider ist sein Vater kurz danach verstorben.


Herr Luís Couto war nun allein für das gesamte Unternehmen verantwortlich und entschied, ausschließlich die aktuellsten Lösungen zu wählen. Er bemühte sich stets mit natürlichen und ökologischen Materialien zu arbeiten, auch wenn dies keine etablierte Arbeitsweise war.


L.C „Wir haben immer in den Marktnischen gearbeitet und dabei die technisch fortschrittlichsten und umweltfreundlichsten Methoden verwendet (...)Die Menschen reden heute viel über die Kreislaufwirtschaft, ohne den Begriff zu kennen, den ich bereits gebraucht habe.“


Es war das erste portugiesische Unternehmen in dieser Branche, das das ISO 9001- Zertifikat erhielt und das Dritte in Europa. Dies zeigt den Willen, für Spitzenleistungen und bewährte Verfahren einzustehen. Bei Trofal sind Qualität und Präzision in der Produktion der Schlüssel zu hochwertigen Ergebnissen. Deshalb entscheiden sie sich für die Goodyear Welted Standards. Dies bedeutet, dass die Schuhe anstatt mit einem aggressiven Klebstoff; innen und außen mit einer Korkisolierung bearbeitet werden- dem absolut umweltfreundlichsten Prozess.


L.C „Die Sohle ist mit 4mm Kork in einer Plakette gefüllt, die an eine Gummisohle aus recycelten Reifen, genäht ist. (...) Jedes europäische Land wird nach Goodyear Welted fragen, wie es bereits früher üblich war, als alles von Hand gefertigt wurde. Später wurde es zum Prozess bei der Herstellung von Militärstiefel verwendet, die sehr widerstandsfähig, bequem und schweißabsorbierend sein mussten. Heutzutage ist es Ihr durchschnittlicher Schuh und nun konnten wir den nachhaltigen und umweltfreundlichen Teil hinzufügen. "


Obwohl es mehr kostete und nur wenige Menschen nach dieser Art der Schuhherstellung suchten, bestand Herr Luís darauf und beharrte auf dieses Verfahren. Heute wird er für die Wahl des "Slow Fashion" -Weges gelobt.


Es ist wichtig, die wirtschaftlichen und emotionalen Anstrengungen zu verstehen, die Fabriken wie Trofal bewältigen müssen, um mit der "Fast Fashion" konkurrieren zu können. Die Unterstützung solcher Unternehmen ist für eine erfolgreiche Zukunft von grundlegender Bedeutung und sollte auf politischen Agenden stehen. Es sollte sich jedoch auch in der Art und Weise widerspiegeln, wie wir einkaufen.



Fast Fashion vs Slow Fashion


Herr Couto verwendete das Beispiel einer "Fast Fashion- Fabrik", damit wir die Unterschiede verstehen können. Es geht hierbei also um eine Massenfabrik, die zehn Mal schneller ihre Produkte produziert. Der Schuh kommt in einzelnen Teilen an, wie z.B. Autoteile und Diese werden im Anschluss zusammengeklebt. Es ist bedeutungslos zu sagen, dass die verwendeten Klebstoffe am schnellsten trocknen sehr billig aber auch die Giftigsten sind. Die verwendeten Materialien stammen hauptsächlich aus toxischen Kunststoffen, wie PVC. Das Ergebnis sind preiswerte Schuhe, bei denen die Qualität weit unterlegen und die Umweltbelastung weit überlegen ist.


Diese Unterschiede sind jedoch noch nicht Alle. Herr Couto sieht die Menschen, die für ihn arbeiten, als seine Familie an. Er erzählt uns, dass von Beginn an, seit 40 Jahren, Menschen für ihn arbeiten. Er berichtet von den, für ihn elementar wichtigen, regelmäßigen Treffen mit seinen Mitarbeitern, um sie über die Entwicklungen des Unternehmens zu informieren und um ihm ein Feedback über deren Anliegen geben können.


Dieser Austausch ist nur in kleinen oder mittel- großen Unternehmen, durch menschliche und selbstlose Werte möglich.



Schwierigkeiten im Schuhgeschäft


Natürlich gibt es noch viele Hürden zu überwinden. Die wenigen, jungen Menschen, die sich für diesen Job interessieren, ist einer der Dringendsten. "Junge Leute wollen sich nicht mehr die Hände schmutzig machen." Der Grund, so glaubt er, liegt in der Tatsache, dass viele technische Berufe ,vor ein paar Jahren abgeschafft wurden. Es ist dringend notwendig, dass die Gesellschaft die Fabrikarbeit schätzt und talentierte Leute nicht verliert, indem man einen Job weiterhin nach dem Erscheinungsbild seines Büros beurteilt.


Darüber hinaus liegt bei Trofal der Fokus ebenso auf Innovation.  Wenn einmal keine veganen Materialien verfügbar waren, reiste Herr Couto zu den Messen nach Hongkong, um nach Mikrofasern zu suchen. Stellen Sie sich dieses Abenteuer vor, diese seltenen Materialien in einer Zeit zu finden, in der das Internet nicht zur Verfügung stand.


Heutzutage passiert das nicht mehr. Der Markt in Portugal und in Europa ist nicht wiederzuerkennen. Man kann jegliche, gewünschte, vegane Materialien bekommen, ohne dabei sein Haus verlassen zu müssen. Herr Couto glaubt, dass es für den portugiesischen Markt wichtig ist, sich darauf konzentrieren, hochwertige Produkte herzustellen und kleine Serien davon zu akzeptieren. Wir belassen die großen Gewinne für Länder, wie China und Indien, gegen die wir nicht antreten können.


Vor 11 Jahren war der Veganismus modisch kaum vertreten und vegane Schuhe fast unmöglich zu finden. Herr Luis Couto nahm jedoch die Herausforderung von NAE an.


"Der erste Schuh, den NAE jemals veröffentlicht hat (mit Trofal), basiert auf einem Bestseller unserer Firma. Am Anfang haben wir Tausende von diesem Exemplar in Frankreich verkauft. (...) Die Herausforderung bestand nun darin, den selben Schuh vegan herzustellen. Hierbei verwendeten wir Mikrofasern, eine Gummisohle und einige recycelte Komponenten."


"Vor 20 Jahren haben wir angefangen mit veganen Produkten zu arbeiten und die Veränderungen sind erstaunlich. Heutzutage ist es einfacher geworden mit solchen Produkten zu arbeiten. Es hat viel Forschung und unser Feedback gekostet, um die vegane Schuhindustrie zu perfektionieren. (...) Das Ziel ist es, Komfort und Langlebigkeit, in einem umweltfreundlichen Produkt zu vereinen.“



Die Arbeit mit NAE


Die Partnerschaft mit NAE besteht seit 2008 und wir sind stolz darauf, dass wir bereits 11 Jahre Abenteuer, im Namen ethischer und nachhaltiger Mode, feiern.


Herr Couto beendet das Gespräch mit einigen Worten, die mit einer gewissen Nostalgie, die Ursprünge von NAE in einer Zeit hervorrufen, als das vegane Universum weit von der Modewelt entfernt war.


„Für mich war es eine große Freude, Alexander und Paula kennenzulernen. (...) Sie definierten den Weg, den sie einschlagen wollten und gingen mit Bedacht vor. Unsere Zusammenarbeit gestaltete sich empathisch und produktiv mit vielen ersten Tests und Proben. Beide Seiten waren offen dafür, denn nur so kann ein Projekt vorangebracht werden.“


Mit großer Dankbarkeit arbeiten wir mit Herrn Luís Couto und seiner Tochter, Frau Filipa Couto zusammen. Familienunternehmen wie Dieses sind nur schwer zu finden. Die Wärme, mit der sie uns empfangen, und die Stärke, mit der sie unsere Herausforderungen angenommen haben und weiterhin annehmen, sind übwerwältigend.


Wir hoffen, dass wir gemeinsam die Welt zu einem besseren Ort verändern können, mit weniger CO2- Emissionen, Tierquälerei, Ausbeutung der Menschen und viel mehr Upcycling und Liebe!


Wir wollen nur positive Energie ausstrahlen, in Form der coolsten Schuhe, die es gibt!


Schauen Sie sich gerne das folgende Video an und haben Sie einen schönen Tag!


NAE

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